FIT & MUNTER 2/26 SÜSSE VERSUCHUNG 19 Ein Stück Schokolade hier, ein Café Crème mit zwei Würfeln Zucker dort – Zucker steckt überall: im Joghurt, in der Tomatensauce, im Müesli. Viele Menschen konsumieren täglich deutlich mehr als empfohlen, oft unbemerkt. WENN DER BLUTZUCKER ACHTERBAHN FÄHRT «Gewöhnlicher Zucker gelangt über den Magen in den Dünndarm und wird dort in Glukose aufge- spalten», erklärt Fiona Schär, Drogistin aus Sumis- wald. Die Bauchspeicheldrüse schüttet Insulin aus, das die Glukose in die Zellen transportiert. «Stark schwankende Blutzuckerwerte können zu Konzen- trationsschwierigkeiten, Stimmungsschwankun- gen, Müdigkeit und Heisshunger auslösen», warnt sie. Doch nicht nur der Blutzucker leidet, wenn man zu viel Zucker konsumiert. «Die Darmflora reagiert auf alles, was wir essen, so auch auf den Zucker», er- klärt Schär. Studien zeigen: Ein hoher Zuckerkon- sum kann die Zusammensetzung der Darmflora negativ beeinflussen, indem es beispielsweise die Vermehrung schädlicher Darmbakterien fördert. ZUCKER-ALTERNATIVEN UNTER DER LUPE Um weniger Zucker zu konsumieren, setzen viele Menschen auf Alternativen. Auch Schär führt sol- che in ihrer Drogerie. «Xylit, Erythrit, Stevia erhöhen den Blutzuckerspiegel allesamt kaum.» Doch auch bei den Alternativen gilt, dass man sie in Massen ge- niessen sollte. «Ich bevorzuge Stevia», sagt Schär. Von Dattelsüsse und Kokosblütenzucker rät sie hin- gegen ab: «Beide enthalten viel Fruktose und sind damit keine echte Alternative zu Zucker.» VORSICHT BEI LIGHT-PRODUKTEN Der Süssstoff Aspartam wurde 2023 von der WHO als möglicherweise krebserregend eingestuft. Es ranken sich auch Mythen, dass Süssstoffe den Appetit anregen und dadurch letztlich zu einer Ge- wichtszunahme führen können. Schär beobachtet etwas anderes: «Viele Leute er- gänzen ihren Zuckerkonsum mit Light-Produkten, anstatt ihn zu ersetzen. Viele Menschen essen täglich doppelt so viel Zucker wie empfohlen, ohne es zu merken. SO REDUZIEREN SIE IHREN ZUCKERKONSUM Wer seinen Zuckerkonsum reduzieren möchte, sollte sich zunächst bewusst machen, wo Zucker versteckt ist. Schär empfiehlt: «Gemüse und Salat immer am Anfang einer Mahlzeit essen, Vollkorn- produkte bevorzugen, auf Hülsenfrüchte setzen.» In Hinblick auf den Blutzuckerspiegel ist es zudem besser, Süsses direkt nach der Hauptmahlzeit zu essen. Isst man Süsses zwischendurch, kann dies Heisshunger auslösen. Schärs Favorit gegen die Lust auf Süsses sind Bit- terstoffe: «Bittere Leber-Galle-Tropfen sind meine Lieblinge. Der bittere Geschmack ist ein Gegen- spieler zum Zucker. Viele meiner Kundinnen und Kunden berichten, dass sie bei regelmässiger Ein- nahme weniger Lust auf Süsses haben.» Auch das Verdünnen von süssen Getränken kann helfen, den Zuckerkonsum schrittweise zu senken. Und ihr wichtigster Tipp: «Süsses bewusst als Dessert ge- niessen.» Tipps aus der Drogerie und der Apotheke Um den normalen Energiestoffwechsel zu unterstützen, können bestimmte Mikronähr- stoffe eine Rolle spielen. So tragen beispiels- weise Magnesium, B-Vitamine, Zink und Man- gan zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. Chrom trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels bei. Entspre- chende Präparate sind in Drogerien und Apo- theken erhältlich. Eine ausgewogene Ernäh- rung und eine gesunde Lebensweise bleiben jedoch die Grundlage für das Wohlbefinden. ANZEIGE LUST AUF STABILEN BLUTZUCKER? Alpinamed Weisse Maulbeere Kapseln sind ein Nahrungsergän- zungsmittel in Form veganer Kap- seln zum Einnehmen. Die Kapseln enthalten einen Extrakt aus den Blättern des weissen Maulbeer- baums mit 5 % DNJ (Deoxynojiri- mycin), Ceylon-Zimtextrakt, Myo- Inositol sowie Chrom für einen stabilen Blutzuckerspiegel.